Porsche Klagen – Gut für Kleinanleger

Die Fusion von VW und Porsche rückt näher 300x225 Porsche Klagen   Gut für KleinanlegerSchon mehrfach haben Investoren mit institutionellem Hintergrund Klage gegen den Sportwagenhersteller eingereicht. Den Status eines Präzedenzfalls könnte jetzt eine dieser Klagen erreichen.

Gerade mehrere Investmentfonds haben seit 2008 Klagen gegen die Porsche Holding AG eingereicht. Erneut war dies jetzt am 30. Dezember 2011 der Fall. Beim Stuttgarter Landgericht traten jetzt vier Fondsgesellschaften zu diesem Zweck an, so dass jetzt dort vier anhängige Klagen liegen. Alle richten sich gegen den Autobauer und sind infolge der missglückten Fusion mit VW entstanden.

Noch im Oktober 2008 sollte der Anteil an VW so erhöht werden, dass dieser bei 75 Prozent liegen sollte. Zur Folge hatte dies einen Kursanstieg auf 1000 Euro, nachdem der Wert vorher bei 800 Euro gelegen hatte. Den klagenden Parteien verweisen darauf dass es Verletzungen der Transparenzvorschriften im Aktienrecht gegeben habe. Schließlich habe der Konzern Optionspositionen aufgebaut, um den Kauf von Anteilen zu untermauern. Somit erfolgte eine Absicherung des Hauses gegen Kursanstiege. Dagegen erfolgte ein Verkauf von Aktien zu Höchstpreisen an Kleinanleger. Jedoch wurde seitens des Hauses dementiert, dass es zu einer Übernahme von VW durch den Sportwagenbauer kommen könnte.

Dadurch, dass der Klägerkreis von Investorenprofis immer größer wird, können sich nun auch die privaten Anleger bessere Chancen ausrechnen und Ansprüche geltend machen. Würde aus den Klagen als Urteil feststehen, dass der Autobauer seinen Aufgaben in Punkto Mitteilungsrecht nicht ordnungsgemäß nachgekommen ist, wäre ein Präzedenzfall geschaffen worden. Auf diesen Fall könnten sich nun auch die privaten Anleger beziehen, wenn sie ihre Ansprüche geltend machen möchten. Sie müssten allerdings trotzdem vor Gericht ziehen, da noch Einzelfragen zu klären wären.

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