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Published 12. Januar 2022

Porsche setzt die Tradition des Carrera GTS auch in der neuen Elfer-Generation fort. Künftig bietet der alltagstaugliche Renner einen mächtigen, jedoch nicht übermächtigen Turboantrieb.

GTS heißt ein neuer alter Nischenrenner von Porsche: Wem der 911 als GT3 zu hart und der Turbo S zu mächtig erscheint, findet in der mindestens 124.451 Euro teuren Modellvariante eine spannende Alternative. Der als Coupé, Coupé 4, Cabrio, Cabrio 4 sowie Targa 4 erhältliche Bolide soll sich für Alltag und Rennstrecke gleichermaßen gut eignen.

450 PS oder 331 kW stecken im Heck des GTS. Das sind 30 mehr als im 911 Carrera S und 20 als bei der Vorgänger-Version. Einzug hält erstmals im GTS der neu entwickelte 3,0-Liter-Sechszylinder-Boxer-Biturbo, der seine höhere Leistung und die 550 Newtonmeter Drehmoment hauptsächlich größer dimensionierten Turboladern zu verdanken hat. Handgeschaltet gibt das Werk 9,4 Liter an, mit der Doppelkupplungsautomatik (rund 4.000 Euro Aufpreis) sind es 8,3 l/100 km.

Dem gegenüber stehen schier unglaubliche Fahrleistungen: 3,7 Sekunden dauert der Standardsprint mit dem Doppelkupplungsgetriebe PDK, bei den Handschaltervarianten sind bis zu 312 km/h möglich. Zudem bietet der GTS eine einerseits komfortable aber zudem auch betont sportliche Fahrwerksabstimmung. Auf der Rennstrecke zahlt sich letzteres aus, denn dem normalen Carrera S soll der GTS auf der Nordschleife vier Sekunden abnehmen, 7:26 gegenüber 7:30 Minuten.

Der Innenraum des Carrera GTS ist weitgehend mit Alcantara ausgeschlagen. Dazu zählen auch Lenkrad, Mittelarmkonsole und Armauflage in den Türen. Die Sitze tragen den GTS-Schriftzug in den Kopfstützen. Ins Auge fallen die Buchstaben aber bereits beim Einsteigen: Sie zieren den Seitenschweller.

Wer sich mit dem GTS auf die Rennstrecke wagt, kann die neue Porsche-App „Track Precision“ nutzen. Auf dem Smartphone werden unter anderem Rundenzeiten und Beschleunigungskräfte (G-Force) aufgezeichnet. Die Übertragung funktioniert per WLAN mit dem Bordsystem. Auch lässt sich ein sogenanntes Ghost-Car definieren, beispielsweise jenes mit der schnellsten Rundenzeit. An ihm kann sich der Fahrer dann messen. Selbstverständlich können in Zeiten von Social-Media alle Daten auch auf Facebook gepostet oder an den heimischen Computer geschickt werden.

Michael Specht/SP-X

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