Skip to content
Published 12. Januar 2022

Der braucht keinen Turbo

Der GT3 ist der letzte 911 ohne Turbo. Das bleibt auch nach dem Lifting so. Und auch etwas anderes dürfte Puristen freuen.

Als letzte Variante der aktuellen 911-Baureihe erhält nun der puristische GT3 ein Lifting. Die Überarbeitung macht ihn vor allem für ambitionierte Track-Enthusiasten interessanter, nicht nur wegen der Power, die nun auf glatte 368 kW/500 PS gestiegen ist, sondern auch wegen des nun auf Wunsch erhältlichen manuellen Getriebes. Die Preisliste für den rennstreckenoptimierten 911 startet bei 152.416 Euro.  

Als der GT3 2013 vorgestellt wurde, waren Puristen entsetzt. Statt wie gewohnt und im Sinne der totalen Kontrolle gewünscht mit manuellem Getriebe, war der motorsportlichste 911 ausschließlich in Kombination mit einem Doppelkupplungsgetriebe zu haben. Das ändert sich nun: Auf Wunsch gibt es nun wieder eine Handschaltung. Die Automatik bleibt jedoch im Programm. Darüber hinaus bietet der GT3 künftig etwas mehr Leistung. Der nunmehr bis 9.000 Touren drehende Vierliter-Boxer darf unter anderem dank einer neuen Kurbelwelle und eines neuen Ventiltriebs 368 kW/500 PS statt 350 kW/475 PS mobilisieren. Im Zusammenspiel mit der Automatik absolviert das Coupé in 3,4 Sekunden den 100-km/h-Sprint und erreicht maximal 318 km/h. Die Handschalter-Variante hat beim Sprint mit 3,9 Sekunden das Nachsehen, ist in der Spitze mit 320 km/h aber etwas schneller.

Der 991 GT3 ist kein Alltagselfer, sondern eine Fahrmaschine falsche optische Zurückhaltung. Die riesigen Lüftungslöcher in der Frontschürze kühlen Bremse und Motor auch dann noch tadellos herunter, wenn der Schwabe bereits die zehnte Runde auf der Nordschleife hingelegt hat. Der große, feststehende Spoiler sorgt für 155 Kilo Abtrieb, wenn sich der Fahrer auf dem Kurs austobt. Neu sind hier die schwarz lackierten Seitenblätter. Zudem erhielt der GT3 im Zuge des Liftings dreidimensionaler geformte Heckleuchten.

Innen zieht ein aufgefrischtes Infotainment-System mit Siebenzoll-Touchscreen serienmäßig ein. Es bietet eine verbesserte Navigation mit Echtzeit-Verkehrsdaten, Online-Funktionen wie Google Earth und eine verbesserte Handy-Anbindung inklusive Wlan-Hotspot. Außerdem kann der GT3-Pilot künftig die sogenannte Track-Precision-App nutzen, mit der sich Rundenzeiten und Beschleunigungskräfte per Smartphone aufzeichnen lassen. Die dabei gewonnenen Daten können auf Facebook gepostet oder an den heimischen Computer geschickt werden.

Holger Holzer/SP-X

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.