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Published 12. Januar 2022

Danke für die Kurve

Um schnell und sportlich unterwegs zu sein braucht es weder Allrad noch Turbo. Meinen zumindest Fans des Porsche GT3. Das 911-Derivat steht für puristischen Fahrspaß. So ganz ohne moderne Elektronik geht es in der vierten Generation des Sportwagens allerdings auch wieder nicht.

Porsche bringt ab August das 911-Derivat GT3 zu Preisen ab 137.303 Euro auf den Markt. Diese Variante gilt vielen Fans der Ikone seit jeher als die puristischste und damit unverfälschteste Möglichkeit, einen 911 zu bewegen. Das bleibt auch in der vierten Generation so, allerdings kann und will sich der neue GT3 gewissen Vorteilen der Moderne nicht verschließen.

Neben einer neuen, aktiven Hinterradlenkung manifestiert sich dies vor allem im Verzicht auf ein Handschaltgetriebe. Das siebengängige Doppelkupplungsgetriebe gibt allerdings die Möglichkeit, per Schaltpaddel hinter dem Lenkrad aktiv in die Gangwahl einzugreifen. Im Vergleich zum letzten GT3 realisierten die Ingenieure 40 zusätzliche Pferdestärken und 10 Newtonmeter mehr Drehmoment. Zudem dreht der Motor nochmals 500 U/min höher als sein Vorgänger, erst bei 9.000 Umdrehungen ist jetzt Schluss.

Porsche hat den 3,8-Liter-Motor des Carrera S komplett überarbeitet. Bis auf das Rohaggregat, die Steuerkette und einige Nebenaggregate wie etwa die Lichtmaschine ist hier tatsächlich sogar alles neu. Im Vergleich zum letzten GT3 realisierten die Ingenieure 40 zusätzliche Pferdestärken und 10 Newtonmeter mehr Drehmoment. Zudem dreht der Motor nochmals 500 U/min höher als sein Vorgänger, erst bei 9.000 Umdrehungen ist jetzt Schluss.

Denn der GT3 krallt sich derart vehement in den Asphalt, dass man meinen könnte, dieses Fahrzeug trotze jeder Physik. Unbeirrbar liegt der vollgetankt nur 1.430 Kilo wiegende Porsche in der Kurve, bleibt dabei stets für Lenkbefehle ansprechbar und setzt sie präzise um. Natürlich hat das Hochdrehzahlkonzept im Alltag Nachteile. Der Wagen scheint stets auf dem Sprung zu sein und fährt im mittleren und unteren Bereich wie ein Rennpferd unter strengstem Zügel. Trotzdem: Solange der Asphalt gut und die Straße frei von Schlaglöchern ist, schafft es Porsche, selbst diesem Extrem-911er noch ein wenig Restkomfort anzuhängen.

Wenn es auf die Rundstrecke geht und es damit richtig ernst wird, zeigt der GT3 sein wahres Gesicht. Nach dem Start sind innerhalb von 3,5 Sekunden 100 km/h und nach 11,4 Sekunden 200 km/h erreicht. Danach geht es weiter auf bis zu 315 km/h.

Ein 911 Turbo mag (noch) mehr Power haben, ein Carrera sozialverträglicher sein und ein Allradantrieb für mehr Sicherheit bei schlechtem Wetter sorgen. Wer in einem 911 Fahrspaß in seiner reinsten Form erleben will, der muss sich für den neuen GT3 entscheiden.

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