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Published 12. Januar 2022

Porsche verpasst dem Rennstrecken-Spielzeug GT3 RS ein Update und schenkt besonders dem Antriebsstrang erhöhte Aufmerksamkeit.

Zwar setzt Porsche beim überarbeiteten GT3 RS „nur“ Detaillösungen um, besonders im Bereich des Motors gibt es aber viel Neues. Der vier Liter große Sechszylinder-Boxer, der nun direkt vom Rennwagen „GT3 Cup“ abstammt, ist einer der letzten Hochdrehzahlsauger. Im Vergleich zum Vorfacelift-Modell leistet das Triebwerk 15 kW/20 PS mehr und kommt nun auf 383 kW/520 PS – der stärkste Saugmotor, den Porsche je in einem Serien-Elfer untergebracht hat. Klar: Der 132 kW/180 PS stärkere GT2 RS dürfte noch einmal deutlich mehr Meter machen, das emotionalere Auto sollte aber definitiv der „kleine Bruder“ sein, der mit rund 195.000 Euro auch 90.000 Euro unter dem Top-Elfer rangiert.

Die Anführungszeichen sind nicht nur deshalb angebracht, weil der GT3 RS bis auf neun Sekunden an die Nordschleifen-Bestmarke des Turbo-Monsters GT2 RS herangefahren ist, auch querdynamisch verhält sich der nominell unterlegene Saugmotorsportler mindestens so erwachsen wie das Stuttgarter Alphatier. Alle Fahrwerks-Lenker sind mit Uniball-Kugellagern ausgerüstet, die Federraten sind deutlich höher als beim Vorgänger und nahezu identisch mit dem Nordschleifen-Setup des GT3-Cup-Rennfahrzeugs. Dazu lassen sich Spur, Sturz und Fahrzeughöhe individuell auf die Vorlieben des Fahrers einstellen, die adaptiven PASM-Stoßdämpfer mit Rennstrecken-Modus tun ihr übriges zum Gesamtpaket.

Auch die Detailverliebtheit in Sachen Gewichtsoptimierung und Aerodynamik wird im GT3 RS ersichtlich. Der RS basiert auf der breiten Karosse des 911 Turbo und hungert sich mit Heckspoiler, Vollschalensitzen und Kotflügeln aus Kohlefaser sowie einem Dach aus Magnesium auf ein Gewicht von 1.460 Kilogramm herunter. Wer das optionale Weissach-Paket ordert, bekommt außerdem Dach, Fronthaube und Stabilisatoren aus Carbon. Zudem sind die Räder aus Magnesium und der Überrollkäfig aus Titan gefertigt. Gewichtsersparnis: 30 Kilogramm. Dazu konnten die Ingenieure den Abtrieb des RS im Vergleich zum normalen GT3 um 75 auf 144 Kilogramm bei einer Geschwindigkeit von 200 km/h erhöhen. Hier trägt besonders der verstellbare Heckflügel zum Anpressdruck auf der Hinterachse bei.

Max Friedhoff/SP-X

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